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Über uns

Bio, regional und fair – mach' gemeinsame Sache mit der SoLaWi Rheinlandobst!

Du willst bio, regional und fair? Dann mach mit uns gemeinsame Sache! In unserer Obst-SoLaWi auf dem Bio-Obsthof Rönn in Meckenheim-Ersdorf teilen wir Ernte und Risiko – und vor allem leckere, regionale Äpfel, Birnen und anderes Obst. Bei uns ziehen Erzeuger und Verbraucher gemeinsam an einem Strang und haben alle etwas davon: Die Bauern und Erntehelfer erhalten faire und kalkulierbare Löhne, die Verbraucher profitieren von der Qualität der Ernte und tragen durch das Säen von Blühstreifen, das Setzen von Wildkräutern oder der Wildbienenpflege aktiv zur Artenvielfalt bei.

Wer sind wir?

Die SoLaWi Rheinlandobst wurde im Sommer 2018 auf dem Obsthof Rönn in Meckenheim-Ersdorf gegründet. Die Familie Rönn hat ihren Betrieb 2016 auf ökologischen Landbau umgestellt und produziert nach Bioland-Richtlinien. Aus unzählbar vielen Gründen sind wir Mitglieder der SoLaWi: Wir möchten dem enormen Preisdruck am Markt etwas entgegensetzen, als Verbraucherinnen und Verbraucher eine Alternative zu herkömmlichen Bio- beziehungsweise regionalen Produkten fördern, wir legen Wert auf Nachhaltigkeit, wir möchten Verantwortung für unseren Konsum übernehmen, wir setzen uns für faire Löhne ein, wir stehen in direktem Kontakt mit den Produzenten und arbeiten aktiv auf dem Hof mit, wir genießen die tolle Gemeinschaft unter den Mitgliedern und schätzen die ständige Erweiterung unseres Horizonts. Wir glauben: Die SoLaWi ist das landwirtschaftliche Konzept der Zukunft und laden herzlich dazu ein, sich zu beteiligen.

Was ist eine SoLaWi?

SoLaWi steht für Solidarische Landwirtschaft. Bei diesem Konzept schließen sich landwirtschaftliche Betrieben oder Gärtnereien mit einer Gruppe privater Haushalte zusammen. Erzeuger und Verbraucher bilden eine Wirtschaftsgemeinschaft, die auf einer solidarischen und fairen Basis miteinander agiert. Die Lebensmittel werden nicht mehr über die üblichen (Groß-)Handelsstrukturen vertrieben, sondern die Beteiligten organisieren und finanzieren gemeinsam einen eigenen Wirtschaftskreislauf, der den regionalen Anbau fördert. Davon haben alle etwas: die Mitglieder, die Landwirte, der Hof und die gesamte Region.
Aber: Eine SoLaWi ist kein Obst- oder Gemüsekisten-Abo. Es geht uns nicht vorrangig um den „Ertrag“, sondern um die Gemeinschaft, die sich aus dem Projekt bildet, dem Erhalt und der Förderung der Biodiversität, Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit.

Wie funktioniert unsere SoLaWi?

Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten für den Anbau verpflichten wir Verbraucherinnen und Verbraucher uns, einen festgesetzten (monatlichen) Betrag an den SoLaWi-Betrieb zu zahlen. Im Gegenzug erhalten wir die gesamte Ernte des SoLaWi-Betriebs. Das umfasst alles, was in dem für die SoLaWi reservierten Bereich geerntet wird!

Für uns Verbraucherinnen und Verbraucher gilt: Jede und jeder zahlt so viel sie oder er kann. Damit dennoch die Jahreskosten des Betriebs gedeckt werden können, findet zu Beginn des Erntejahres eine Beitrags- oder Bieterrrunde statt, bei der individuelle Beiträge eines jeden Mitglieds vereinbart werden. Geboten wird so lange, bis die notwendige Summe zur Fortführung des Betriebs erreicht wurde. So abgesichert kann der Erzeuger die realen Kosten decken, hat Planungssicherheit für das kommende Jahr und kann bedarfsorientiert produzieren.

Solidarisch bedeutet aber auch, dass wir das unternehmerische Risiko teilen. Sollte es zu Ernteausfällen kommen, zum Beispiel wegen Frostschäden oder Dürre, fällt die Ernte und damit auch unser Ernteanteil geringer aus.

Das wesentliche Konzept der SoLaWi ist, dass eine Gruppe die Abnahme der Erzeugnisse garantiert und die Ernte beziehungsweise alles, was notwendig ist, um diese zu erzeugen, vorfinanziert. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.

Was muss oder kann ich als Mitglied tun?

Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen Erzeugung verpflichten sich Mitglieder, einen festgesetzten monatlichen Betrag an den SoLaWi-Betrieb zu zahlen (ähnlich eines Vereinsbeitrags). Dieser Beitrag wird jedes Jahr neu bei einer sogenannten Bieterrunde festgelegt – die Mitgliedschaft läuft ebenfalls immer für ein Jahr.
Außerdem finden auf dem Obsthof Rönn regelmäßig Mitmach-Aktionen statt, bei denen wir gemeinsam Äpfel ernten, Bäume schneiden, Blühstreifen pflanzen, die Wildbienen pflegen, und, und, und. Diese Aktionen sind freiwillig. Wenn du keine Zeit oder Lust dazu hast, brauchst du deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben.

Was bekomme ich als SoLaWi-Mitglied?

Für deinen monatlichen Beitrag erhältst du alle zwei Wochen deinen Anteil an saisonalem und regionalem Bio-Obst. Das sind vor allem Äpfel in zahlreichen Sorten sowie je nach Jahreszeit verschiedene Birnensorten und Hokkaido-Kürbisse. Äpfel gibt es fast das ganze Jahr über, da sie im Kühlhaus gelagert werden. Für Allergiker haben wir übrigens „Allergiker-Äpfel“, die besonders verträglich sind! Im Sommer gibt es obendrein Sauerkirschen und Johannisbeeren – für kurze Zeit, aber so viel man pflücken mag!

Wie viel Obst enthält ein SoLaWi-Anteil?

Ein Anteil besteht derzeit aus 2,5 Kilo Äpfeln und (solange vorrätig) Birnen, dazu gibt es nach Saison einen Hokkaido-Kürbis, außerdem alle acht Wochen 5 Liter Apfelsaft aus Äpfeln vom Hof. Und das Beste: Im Sommer darfst du so viele Sauerkirschen und Johannisbeeren ernten, wie du essen kannst!

Was muss ich bezahlen?

Der Richtwert für das Wirtschaftsjahr 2019/2020 liegt bei 22 Euro pro Einheit.
Da aber nicht alle Mitglieder die gleichen Mittel aufwenden können, gibt es die sogenannte Bieterrunde. Dabei gibt jedes Mitglied an, wie viel es für seinen Anteil an der Ernte bezahlen kann. Im Anschluss werden alle genannten Beträge summiert und es wird geprüft, ob die zuvor geschätzten Jahreskosten des SoLaWi-Betriebs gedeckt werden. Falls dies nicht der Fall ist, gibt es eine oder mehrere weitere Bieterrunden, bis der notwendige Betrag erreicht wird.
Der Einstieg in die SoLaWi ist am einfachsten, wenn du an der Bieterrunde teilnimmst. Möchtest du im laufenden Wirtschaftsjahr Mitglied werden, zahlst du den aktuellen festen Richtwert.

Wie kann ich mitmachen?

Wenn du mitmachen möchtest, komm zu unserer Bieterrunde oder kontaktiere uns direkt (per Mail an solawi@rheinlandobst.de oder über Facebook @Solawi.rheinlandobst). Bei der Bieterrunde kannst du selbst entscheiden, wie viel du für deinen Anteil bezahlen möchtest. Wenn du im laufenden Wirtschaftsjahr eintrittst, musst du den festen Richtwert bezahlen. Die nächste Bieterrunde findet im Mai 2020 statt.
Deine Mitgliedschaft gilt immer für ein Wirtschaftsjahr. Solltest du im laufenden Jahr ausscheiden, bitten wir dich, einen Nachfolger zu finden, der deine Einheit übernimmt.

Wie komme ich an mein Obst?

Alle zwei Wochen können die Einheiten mittwochs von 18-20 Uhr oder samstags von 10-12 Uhr direkt auf dem Hof in Meckenheim-Ersdorf abgeholt werden. In Bonn können sich Mitglieder das Obst zur Bonner Marktschwärmerei mitbringen lassen (montags von 17.30 bis 19 Uhr im Quartiersbüro Macke-Viertel oder montags 18.30 bis 19.30 Uhr im Kirchenpavillon an der Kreuzkirche). Parallel dazu bestehen Abholgemeinschaften, die gewährleisten, dass auch diejenigen ihr Obst erhalten, die es nicht selbst holen können.

Was bedeutet das SoLaWi-Konzept für die Umwelt?

Der ökologische Obstanbau mit Fokus auf Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt dient dem Naturschutz. Die Obstfelder der Rönns sind schon lange keine reinen Monokulturen mehr. Es gibt zum Beispiel breite Blühstreifen für Bienen, Insekten und andere Nützlinge und eine aktive Wildbienenpflege, bei der man so einiges lernen kann.
Der Obsthof Rönn wurde im Jahr 2016 komplett auf ökologischen Landbau umgestellt und erntet 2019 nach einer dreijährigen Übergangsfrist zum ersten Mal ausschließlich Obst mit dem Zertifikat Bioland.
Auch der Aspekt der Regionalität ist nicht zu vernachlässigen: Dass die Äpfel aus Meckenheim und nicht aus Neuseeland kommen, macht für die Ökobilanz einen wichtigen Unterschied!

Was bedeutet das SoLaWi-Konzept für den Bauern?

Die Landwirtschaft in Deutschland ist ein hartes Geschäft, auch im Biobereich. Der Preisdruck ist immens und viele Bauern sind meist nur Dank staatlicher Subventionen konkurrenzfähig. Eine SoLaWi agiert jedoch unabhängig von den Marktbeschaffenheiten: Wir haben es selbst in der Hand, den Erzeugerinnen und Erzeugern faire Löhne zu garantieren, das Obst langsam und zu vollem Aroma reifen zu lassen und auch mal finanzielle Luft für neue Ideen zu geben. Durch die Bieterrunde am Anfang des Wirtschaftsjahres sind die Kosten des Betriebs bereits im Voraus gedeckt. Dies ermöglicht den Bauern Planungssicherheit und eine deutliche Verringerung ihres Risikos zum Beispiel durch Ernteausfall oder Marktveränderungen.

Wo erhalte ich weitere Infos?

Bei Fragen stehen Dir Monika und Michael Rönn gerne zur Verfügung. Schreib einfach eine Mail an solawi@rheinlandobst.de oder kontaktiere uns über Facebook (@Solawi-Rheinlandobst) oder Instagram (@Solawi-Rheinlandobst). In regelmäßigen Abständen finden außerdem Infoveranstaltungen oder Mitmach-Aktionen auf dem Obsthof Rönn statt, zu denen auch Interessierte herzlich eingeladen sind.

Im Netz:
http://obsthof-roenn.de/
https://www.solidarische-landwirtschaft.org/startseite/
https://marktschwaermer.de/de-DE/assemblies/12042
https://solawi-stopperich.de/